Teilregionalplan Windenergie

Verfahrensschritt

Beteiligung der Öffentlichkeit

Zeitraum

Noch 22 Tage  

Institution

Regionalverband Mittlerer-Oberrhein

Kurzinfo

Nach § 20 Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG) sind die Träger der Regionalplanung aufgefordert, in den Regionalplänen rechtzeitig Gebiete für die Nutzung der Windenergie festzulegen. Damit sollen die räumlichen Voraussetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen und die gesetzlichen Klimaschutzziele erreicht werden können.

Durch die Einführung des Windenergieflächenbedarfsgesetzes (WindBG) zum 01.02.2023 ergibt sich für den Regionalverband Mittlerer Oberrhein die Pflicht, Vorranggebiete für Windenergieanlagen in einer Größenordnung von insgesamt mindestens 1,8 Prozent der Regionsfläche festzulegen. Außerhalb der von der Regionalplanung festzulegenden Vorranggebiete werden Windenergieanlagen nach § 249 Abs. 2 BauGB künftig nicht mehr privilegiert zulässig sein.

Der Planungsausschuss des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein hat in öffentlicher Sitzung am 24.01.2024 die Offenlage des Entwurfs des Teilregionalplans Windenergie beschlossen. Darin sind nun 70 Vorranggebiete für die Nutzung von Windenergie in der Region Mittlerer Oberrhein enthalten (Regionsgebiet: Landkreise Karlsruhe und Rastatt sowie Stadtkreise Karlsruhe und Baden-Baden). Die Öffentlichkeit kann ab dem 12.02.2024 bis zum 15.03.2024 zum Planentwurf Stellung nehmen. 

Ansprechperson

ee@region-karlsruhe.de

Aktuelle Mitteilungen

Veröffentlichung der Stellungnahmen in Raumordnung Online

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Stellungnahme #1077

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Bezug: Vorranggebiet WE_24

Betreff: Inkontinenz im Steckbrief, i.d. Legende der Karte "Wald und Rohstoffe"

Unmittelbar an der Gebietsgrenze WE_24 ist auf der Karte "Wald und Rohstoffe" eine extra dunkelgrüne Fläche erkennbar. Auch sind 2x unmittelbar angrenzend dunkelgrüne Streifen (= Naturnaher Alter Wald). Was sind die Auswirkungen und normalerweise erforderliche Abstands Regelungen zu den beiden o.g genannten Flächen? Bitte um detaillierte Erklärung.

Insgesamt ist die Legende ohne Erklärung "dunkelgrüne Fläche" unvollständig und somit fehlerhaft zu reklamieren.

Stellungnahme #1028

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Motivation

Angesichts der sichtbar fortschreitenden Klimakrise ist der Ausbau erneuerbarer Energien unerlässlich.
Neben Photovoltaik (auf Gebäuden) muss jetzt der Ausbau von Windkraft bei uns schnell vorangehen.
Hinsichtlich des Flächenverbrauchs möchte ich Windrädern den Vorzug gegenüber Photovoltaik auf Freiflächen geben.

Würdigung der Vorranggebiete

Aus meiner Erfahrung mit anderen Windenergieanlagen erscheint mir die vorliegende Planung vernünftig.
Die im nördlichen Landkreis gelegenen Vorranggebiete ergeben hinsichtlich Ertragserwartung und Eingriffen in die Landschaft Sinn.
Auf diese richtet sich als Bürger mit Wohnsitz in Kraichtal hier mein Fokus.

Meine Anregungen (aus Sicht von Kraichtal)

Bevorzugt würde ich die auf der Achse von Bruchsal Nord in Richtung Derdinger Horn gelegenen Flächen bebauen.
Meine Erwägungen hierfür:

  • entlang der Schnellbahntrasse finden sich bereits für Windenergieanlagen nutzbare Zufahrten,

  • in den Waldgebiete dort würden Windräder das Landschaftsbild weniger beeinflussen auf als auf kahlen Flächen,

  • das von Windkraftgegnern vorgebrachte Argument von Schallemmissionen läuft hier ins Leere, und

  • die Höhenlage dieses Rückens versprechen Windertrag und die Ausrichtung eine geringe gegenseitige Beschattung.

Stellungnahme #1023

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Ich finde es richtig und wichtig der Windenergie Vorrang zu gewähren. Von daher finde ich diesen Passus sinnvoll.

Stellungnahme #1021

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Ich freue mich, dass der Edelberg in Grünwettersbach ebenfalls als einer der möglichen Standorte genannt wird. Eine Stromtrasse ist bereits vorhanden so dass die Erschließung weniger Fläche in Anspruch nimmt. Vielleicht wäre das auch eine Gelegenheit den hässlichen und inzwischen nutzlosen Funkturm abzubauen.

Meines Erachtens liegt der Widerstand einiger Bürger vorwiegend daran, dass so wenige Windkraftwerke in Süddeutschland stehen und sie es anders als bspw in Niedersachsen oder NRW einfach noch nicht gewohnt sind. Die Ängste der Immobilienbesitzer vor Wertverfall werden sich daher legen, wenn der Anblick auf sich sanft drehende WKA zur Normalität wird und erkannt wird, dass das künftig eigentlich überall so sein wird und es daher nur sehr wenige Orte geben wird, wo gar keine WKA am Horizont zu sehen sind.

Man könnte auch den Anwohnern bevorzugt Beteiligungen an den WKA anbieten, wenn die Gewinne eben nicht nur an anonyme Investoren gehen, sondern an die Menschen vor Ort, steigt die Zustimmung: Hier produziert, hier konsumiert und hierhin fließen auch Gewinne.

Stellungnahme #1020

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Sehr geehrte Damen, sehr gehrte Herren,

in Bezug auf die Vorranggebiete für die Nutzung von Windernergie zwischen Jöhlingen und Gondelsheim ist eine Fläche neben dem Bonartshäuserhof ausgewiesen. Auf dem Hof gibt es verschiedene Rotmilanpaare, die dort seit Jahren nisten. Der Rotmilan gehört wie alle heimischen Greifvögel zu den streng geschützten Vogelarten im Sinne von §7 Abs. 2 Nr. 13-14 BNatSchG und ist darüber hinaus von der VSRL in Anhang I gelistet, womit er gemäß BNatSchG als streng geschützt eingestuft wird. Durch die unmittelbare Nähe der geplanten Windräder besteht hier eine unmittelbare Gefährdung der Vögel.

Es wäre eine Schande für den Naturschutz, wenn man im Rahmen der angestrebten Energiewende auf dem Weg zu alternativen, umweltschonenden Energiegewinnung diesen aushebelt.

Mit freundlichen Grüßen

U.G

Stellungnahme #1010

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Gegen das vom RVMO geplante Vorranggebiet für WIndkraft WE24 lege ich Einspruch ein wegen

  • kaum Windertrag in der hiesigen Schwachwindzone

  • Zerstörung eines Naherholungsgebietes und eines das Rheintal schützenden Waldgebietes (Schutz vor Kaltluftzonen)

  • schützenswertes Gebiet für Rotmilane

  • Gefahr durch Störung des Fluglotsen-Funkverkehrs

  • Gefährdung von nahegelegenen Biotopen

Stellungnahme #1006

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Gegen das vom RVMO geplante Vorranggebiet für Windkraft „WE24“, bei Grünwettersbach /Wolfartsweier, lege ich mit folgenden Begründungen Einspruch ein:

Zerstörung unseres Naherholungsgebietes, des Waldes und der Pflanzenwelt

Gefährdung der Gesundheit von Mensch und Tier durch Infraschall und Lärm

kaum Windertrag in unserer Schwachwindzone /Unwirtschaftlichkeit!

Stroboskopeffekt und Schattenwurf

dauerhaft befestigte Schwertransportstraßen und Kranstellflächen

Betonstützmauem im Hanggebiet /Eingriff in den Wasserhaushalt
Schädigung von Natur und Lebensräumen (Biodiversität /Ökosystem Wald)

Vertreibung /Tötung von geschützten (Zug-)Vögeln, Fledermäusen und Insekten

Lebensgefahr durch Eiswurf über hunderte Meter

Gefahr durch Störung des Funk- und Flugverkehrs

rote Blinklicht-Kulisse bei Nacht

technische Unfälle und Brände (löschen nicht möglich), Waldbrandgefahr!

Mikroplastik-Abrieb kontaminiert die weiträumige Umgebung

kleinräumige Klimaveränderungen (Mikroklima /Kaltluftzonen)

Schädigung etlicher gesetzlich geschützter Biotope in unmittelbarer Nähe

gravierende Wertminderung vieler Immobilien (bisherige Erfahrungswerte)

offene Rechtsfragen bei Konkurs? /Rückbau?

gigantische Stahlbetonfundamente, die wahrscheinlich für immer im Wald verbleiben


Stellungnahme #1004

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Ich möchte mich entschieden gegen den Bau von Windkraftanlagen im Planungsgebiet WE24 aussprechen.

Auch wenn ich den Bau von Windkraftanlagen für die Energiewende und deren Beitrag für den Klimaschutz für wichtig und notwendig erachte, sollte beim Bau von Windkraftanlagen in Waldgebieten, genau abgewogen werden. Eine entsprechende fachlich fundierte Stellungnahme hierzu finden Sie auch beim Bergwaldprojekt e.V.: ██████████████████████████████████████████████████████████████████████████████████████████████████████

Beim geplanten Gebiet handelt es sich um Buchenmischwald, mit teils sehr alten Bäumen, teils Bannwald. Diese Fläche speichert einen enormen Vorrat an Kohlenstoffdioxid, welcher beim Zerstören des Waldstückes für den Bau der Anlagen freigesetzt würde. Ich glaube kaum, dass die Windkraftanlagen auf dem geplanten Gebiet diese Menge an CO2 bei der Stromerzeugung einsparen könnten. Des Weiteren ist die Bedeutung von Wäldern für den Klimaschutz und die Regulation des Klimas nachgewiesen und bekannt. Auch als grüne Lunge und Frischluftquelle, gerade in den heißer werdenden Sommern, spielt der Grünwettersbacher Wald auch für das Stadtgebiet Karlsruhe eine wichtige Rolle.

Als alter Buchenmischwald (diese Waldgebiete sind in Deutschland sehr selten geworden) spielt der Wald um Grünwettersbach darüber hinaus eine große ökologische Rolle, es handelt sich hier um ein immer seltener werdendes Ökosystem mit der entsprechenden Biodiversität, welches besonders schützendwert ist..

Auch als Naherholungsgebiet ist das Waldgebiet um Grünwettersbach sehr wichtig und ist häufig mit großem Einzugsgebiet frequentiert.

Des Weiteren möchte ich anmerken, dass der Zustandsbericht unserer Wälder in den letzten Jahren immer alarmierender wird. Das zuständige Forstamt für den Grünwettersbacher Wald hat aus diesem Grund schon den Holzeinschlag im vergangenen Winter ausgesetzt, des Weiteren sollen die Wildgehege abgeschafft werden, da alle finanzielle und personelle Anstrengung in den Erhalt unseres Waldes gesteckt werden soll. Die sowieso schon geschädigte Waldfläche nun durch Baumaßnahmen mit der einhergehenden Bodenverdichtung etc. und dem Fällen großer Flächen noch weiter zu schädigen steht für mich in keinem Verhältnis zum Beitrag, den diese Windkraftanlagen für den Klimaschutz leisten könnten.

Als letzten Punkt möchte ich drauf hinweisen, dass die Grünwettersbacher Bevölkerung sowieso schon einige Einschränkungen in Kauf nimmt. Mit der Lage "im" Karlsruher Dreieck, sind wir je nach Windrichtung einer enormen Lärmbelastung durch die Autobahnen ausgesetzt. Als offizielle Umleitungsstrecke rollt bei Stau auf der A8 der Schwerlastverkehr durch unseren Ort. Wenn auch inzwischen notgedrungen fast schon ein Wahrzeichen, steht der Fernmeldeturm auf unserem Gebiet. Weitere Belastung durch Schattenwurf, Lärm etc. die die Windkraftanlagen mit sich bringen, finde ich im Hinblick darauf eine Zumutung.

Stellungnahme #1003

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Aus folgenden Gründen halte ich den Bau von Winkraftanlagen im Planungsgebiet WE24 (Stadt Karlsruhe) für falsch:

  1. Der Wald zwischen Grünwettersbach und Ettlingen ist für die Karlsruher Bürger ein wichtiges Naherholungsgebiet. Den Wald teilweise abzuholzen wird dieses Refugium zerstören.

  2. Der Wald zwischen Grünwettersbach und Ettlingen ist speziell im Sommer für die Stadt Karlsruhe ein unverzichtbarer Lieferant für frische und kühle Luft. Diesen Wald teilweise abzuholzen wird die Stadt im Sommer weiter aufheizen, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel.

  3. Der Wald zwischen Grünwettersbach und Ettlingen ist einer von wenigen Wäldern in BW wo es noch ursprünglichen alten Buchenbestand gibt. Diese Buchen abzuholzen um Straßen und Betonfundamente zu bauen, würde den Wald insgesamt weiter schwächen und das Ökosystem noch empfindlicher gegenüber dem Klimawandel machen.

  4. Die Karlsruher Ortsteile Wolfartsweiher sowie Grünwettersbach/Palmbach sind durch die Lage an den Autobahnen A8 und A5 bereits überdurchschnittlich stark belastet. Ebefalls führt die offizielle Autobahn Umfahrung durch diese Ortsteile. Den Bürgern nun auch noch die Bürde der Windräder aufzuladen, halte ich für ungerecht und unverantwortlich.

Stellungnahme #1001

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Bezug: Vorranggebiet WE_24

Betreff: Windhöffigkeit, physikal. Geländestruktur

1.) Die in der Gemarkung und angrenzend zu Grünwettersbach ausgewiesenen Suchräume in 2024 hatten schon bei der Analyse 2013 eine deutlich unwirtschaftliche Windhöffigkeit. Warum tauchen diese Gebiete Funkturm / Edelberg bis Ettlingen als Vorranggebiet WE_24 hier trotz bekannt schlechter Werte in Ihrer Karte 2024 wieder auf? Was sind aktuelle Grundlagen und dort zugrundeliegende Werte?

2.) Unser Gebiet WE_24 mit möglicher positiven Lage einer "Bergkante" zum Rheintal Graben hin, hat aber einen richtig großen physikalischen Nachteil, dass bei vorherrschender West / Südwest Windlage, die bekannten kleinen Täler- und Klammen-Einschnitte im Hangaufwind die erforderliche laminare, stabile Anströmungen derart verwirbeln, daß durch Turbulenzen Gefahr für die Stabilität (nicht nur der riesigen Rotoren) bestünde. Und folgerichtig in den Fällen der Haupt Windrichtung nur reduzierter Betrieb wenn nicht sogar gezielte Abschaltungen zu erwarten sind. Diese gefährliche Situationen sprechen gegen einen wirtschaftlichen Einsatz von WKA auf unserem Gebiet.

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